Neuer Videokurs: Was Sie im Kurs „Suchtmittel und Prävention“ erwartet

Neuer Videokurs: Was Sie im Kurs „Suchtmittel und Prävention“ erwartet

top elearning Blogbeitrag Suchtmittel und Prävention

Einblick in die Kursinhalte:

Unser Video-Kurs deckt alle relevanten Themengebiete rund um das Thema Suchtmittel am Arbeitsplatz ab. Sie erhalten praxisnahe Informationen, verständlich aufbereitet und mit interaktiven Elementen unterstützt.

Suchtmittelmissbrauch ist ein ernstes Problem in vielen Unternehmen. Alkohol, Drogen oder Medikamente können nicht nur die Gesundheit gefährden, sondern auch das Unfallrisiko erheblich steigern. Unser neuer BG-konformer Online-Kurs „Suchtmittel und Prävention“ bietet Unternehmen eine rechtssichere, praxisorientierte Schulung, um ihre Mitarbeitenden für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

Warum ist dieser Kurs so wichtig?

📌 Suchtprävention reduziert das Unfallrisiko und schützt Ihre Mitarbeitenden
📌 Unternehmen haben eine gesetzliche Verantwortung gemäß Arbeitsschutzgesetz
📌 Hohe Fehlzeiten und Leistungsschwankungen durch Suchtprobleme vermeiden
📌 Sicherheit und Produktivität durch klare Richtlinien steigern

Mit diesem hochwertigen E-Learning-Kurs bieten wir Ihnen eine effiziente, verständliche und praxisnahe Schulung, die sich flexibel in Ihren Arbeitsalltag integrieren lässt. Die Teilnahme kann orts- und zeitunabhängig erfolgen und ist in mehreren Sprachen verfügbar.

1. Einführung und Kursziele: Warum ist Suchtprävention so wichtig?

📌 Suchtmittelmissbrauch gefährdet die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeitenden
📌 Unternehmen müssen vorbeugende Maßnahmen treffen, um Risiken zu minimieren
📌 Fehlzeiten, Produktivitätsverluste und betriebliche Konflikte reduzieren

Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz ist eine unterschätzte Gefahr, die weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen hat. Alkohol, Drogen und sogar verschreibungspflichtige Medikamente können die Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Entscheidungsfindung erheblich beeinträchtigen. In Berufen mit hohen Sicherheitsanforderungen, wie im Baugewerbe, der Logistik oder der Industrie, kann das fatale Folgen haben.

Doch nicht nur körperliche Gefahren spielen eine Rolle. Suchtmittelmissbrauch hat auch erhebliche wirtschaftliche und soziale Konsequenzen für Unternehmen:

  • Erhöhte Fehlzeiten: Betroffene Mitarbeitende fallen häufiger aus, was die Personalplanung erschwert.
  • Produktivitätsverluste: Konzentrationsprobleme, verringerte Leistungsfähigkeit und Fehlerhäufigkeit steigen.
  • Erhöhte Unfallgefahr: Gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen kann eine eingeschränkte Wahrnehmung zu Unfällen führen.
  • Verschlechtertes Betriebsklima: Konflikte mit Kolleg:innen, Misstrauen und Teamstörungen nehmen zu.

Ziele unseres Online-Kurses

Unser Online-Kurs „Suchtmittel und Prävention“ bietet eine strukturierte und praxisorientierte Schulung, um Unternehmen dabei zu unterstützen, das Thema professionell anzugehen. Die Teilnehmenden lernen:

Wie Suchtmittel die Arbeitsfähigkeit beeinflussen und warum Prävention wichtig ist.
Welche gesetzlichen Verpflichtungen Unternehmen haben und wie sie ihre Verantwortung wahrnehmen.
Wie Sucht am Arbeitsplatz erkannt wird und welche Maßnahmen ergriffen werden können.
Wie eine effektive Präventionsstrategie entwickelt und umgesetzt wird.


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Tipp: Suchtprävention beginnt mit Sensibilisierung! Unser Kurs vermittelt Ihnen das notwendige Wissen, um Risiken zu minimieren und eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.

 

2. Rechtliche Grundlagen: Was müssen Unternehmen beachten?

📌 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Arbeitgeber müssen Gefahren minimieren
📌 DGUV Vorschrift 1: Klare Vorgaben zu Alkohol- und Drogenverboten am Arbeitsplatz
📌 Betäubungsmittelgesetz (BtMG): Verbot von Besitz und Konsum illegaler Substanzen
📌 Fahrerlaubnisverordnung (FeV): Strenge Regeln für sicherheitskritische Berufe

Suchtprävention ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch eine gesetzliche Anforderung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden keinen Gefahren durch Suchtmittelmissbrauch ausgesetzt sind und keine rechtlichen Risiken für das Unternehmen entstehen.


Die wichtigsten gesetzlichen Vorgaben

1️⃣ Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Gefährdungen minimieren

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, alle potenziellen Gefahrenquellen zu erkennen und zu reduzieren (§ 5 ArbSchG).
  • Dazu zählt auch der Schutz vor Suchtmittelmissbrauch und dessen Auswirkungen auf die Sicherheit und Produktivität.


2️⃣
DGUV Vorschrift 1: Alkohol- und Drogenverbot für Versicherte

  • Beschäftigte dürfen sich nicht durch Alkohol oder Drogen in einen Zustand versetzen, der die eigene Sicherheit oder die Sicherheit anderer gefährdet (§ 15 Abs. 2).
  • Unternehmen müssen präventive Maßnahmen treffen, um Verstöße zu verhindern und ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten.


3️⃣
Betäubungsmittelgesetz (BtMG): Verbot illegaler Substanzen

  • Der Besitz und Konsum von illegalen Drogen ist auch am Arbeitsplatz strikt untersagt.
  • Unternehmen sollten in ihren Betriebsvereinbarungen klare Richtlinien zu Drogenkontrollen und Sanktionenfestlegen.


4️⃣
Fahrerlaubnisverordnung (FeV): Nüchternheitspflicht für sicherheitskritische Berufe

  • Personen, die Fahrzeuge führen oder sicherheitsrelevante Maschinen bedienen, müssen nachweislich nüchtern sein.
  • Dies betrifft insbesondere Lkw-Fahrer, Maschinenführer und andere sicherheitskritische Tätigkeiten.

Warum sind klare betriebliche Regelungen so wichtig?

Ohne klare betriebliche Vorgaben besteht die Gefahr, dass Suchtmittelmissbrauch ignoriert oder heruntergespielt wird. Das kann schwerwiegende Folgen haben:
Bußgelder und Strafen bei Verstößen gegen Arbeitsschutzvorschriften.
Haftungsansprüche gegen das Unternehmen, wenn Suchtmittelmissbrauch zu einem Arbeitsunfall führt.
Reputationsschäden, wenn Fälle von Drogen- oder Alkoholmissbrauch öffentlich bekannt werden.


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Tipp: Unser Kurs vermittelt praxisnah, wie Unternehmen gesetzliche Vorgaben einhalten und rechtssichere Betriebsvereinbarungen aufstellen.

 

3. Was ist Sucht? Unterschiede zwischen Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit

📌 Gebrauch – gelegentlicher Konsum ohne negative Folgen
📌 Missbrauch – riskantes Verhalten mit gesundheitlichen oder sozialen Schäden
📌 Abhängigkeit – völliger Kontrollverlust über eine Substanz oder ein Verhalten

Sucht ist eine chronische Erkrankung, die sowohl körperliche als auch psychische Komponenten hat. Sie beeinflusst nicht nur das Verhalten, sondern auch die Gehirnchemie der Betroffenen. Am Arbeitsplatz kann dies zu Leistungsabfall, Unsicherheiten und Unfällen führen.


Die drei Stufen der Suchtentwicklung

1️⃣ Gebrauch – Der gelegentliche Konsum von Alkohol oder Medikamenten ist in der Gesellschaft weit verbreitet. Solange dieser Konsum kontrolliert bleibt und keine negativen Auswirkungen auf das soziale oder berufliche Umfeld hat, spricht man von einem unproblematischen Gebrauch.

2️⃣ Missbrauch – Wird eine Substanz jedoch regelmäßig in einer Weise konsumiert, die die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit oder soziale Beziehungen beeinträchtigt, spricht man von Missbrauch. Anzeichen für Missbrauch sind:

  • Regelmäßiger Konsum von Alkohol oder Medikamenten zur Stressbewältigung.
  • Einschränkungen der Konzentration, Reaktionsgeschwindigkeit und Arbeitsfähigkeit.
  • Fehlzeiten, Konflikte mit Kolleg:innen oder Leistungsschwankungen.


3️⃣
Abhängigkeit – Ist eine Person nicht mehr in der Lage, den Konsum zu kontrollieren, liegt eine Abhängigkeit vor. Die betroffene Person verspürt ein starkes Verlangen nach der Substanz und kann auch dann nicht darauf verzichten, wenn gesundheitliche, soziale oder berufliche Konsequenzen drohen.


Psychische vs. physische Abhängigkeit
  • Physische Abhängigkeit: Der Körper gewöhnt sich an die Substanz und benötigt sie, um normal zu funktionieren. Ohne sie treten Entzugserscheinungen wie Zittern, Schweißausbrüche oder Schlafstörungen auf.
  • Psychische Abhängigkeit: Die Person empfindet ein starkes, zwanghaftes Verlangen nach der Substanz oder dem Verhalten, obwohl keine physischen Entzugserscheinungen auftreten. Dies ist besonders häufig bei Nikotin, Cannabis oder Verhaltenssüchten wie Spielsucht der Fall.


Sucht ist kein plötzliches Ereignis, sondern entwickelt sich schrittweise. Oft bleibt sie über lange Zeit unbemerkt, insbesondere am Arbeitsplatz. Mitarbeitende, die an einer Sucht leiden, versuchen häufig, ihre Probleme zu verbergen – aus Angst vor beruflichen Konsequenzen oder sozialer Stigmatisierung.


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Tipp: Unser Kurs hilft Ihnen, die Dynamik von Sucht zu verstehen und problematische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Durch Wissen und Prävention können Unternehmen ihre Mitarbeitenden besser unterstützen.

4. Arten von Suchtmitteln und ihre Auswirkungen

📌 Alkohol – die unterschätzte Gefahr mit hohem Unfallrisiko
📌 Illegale Drogen – Unkontrollierbare Wirkungen und langfristige Schäden
📌 Medikamente – Versteckte Abhängigkeiten durch Schmerz- oder Beruhigungsmittel
📌 Verhaltenssüchte – Wenn nicht die Substanz, sondern das Verhalten süchtig macht


1. Alkohol – Hohe Akzeptanz, aber gravierende Folgen

Alkohol ist die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz in der Arbeitswelt. Da er gesellschaftlich akzeptiert ist, wird seine Wirkung oft unterschätzt. Schon geringe Mengen Alkohol beeinflussen die Reaktionsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und das Urteilsvermögen – mit potenziell tödlichen Folgen in sicherheitsrelevanten Berufen.

Typische Auswirkungen von Alkohol auf die Arbeitsleistung:

  • 0,2 – 0,3 Promille: Erste Beeinträchtigungen der Koordination und Aufmerksamkeit.
  • 0,5 Promille: Deutlich reduzierte Reaktionsfähigkeit, erhöhtes Unfallrisiko.
  • 0,8 Promille: Tunnelblick, Selbstüberschätzung und bis zu vierfach erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit.
  • Über 1,0 Promille: Starke motorische Einschränkungen, Sprachstörungen und Kontrollverlust.

2. Illegale Drogen – Unberechenbare Wirkungen mit hohem Suchtpotenzial

Illegale Drogen beeinflussen Wahrnehmung, Reaktionsgeschwindigkeit und Entscheidungsfähigkeit oft in extremer Weise. Besonders gefährlich ist, dass ihre Wirkung oft unkontrollierbar ist.

Häufige illegale Drogen und ihre Effekte:

  • Cannabis (THC): Verlangsamte Reaktionsfähigkeit, Konzentrationsprobleme, erhöhte Unfallgefahr.
  • Kokain/Amphetamine: Stark erhöhte Selbstüberschätzung, Aggressivität, riskantes Verhalten.
  • Opiate (z. B. Heroin, Fentanyl): Starke Beruhigung, verlangsamte Reaktionszeit, hohes Suchtpotenzial.
  • Halluzinogene (LSD, Psilocybin): Veränderte Wahrnehmung, Realitätsverlust, Verwirrtheit.

3. Medikamente – Die versteckte Gefahr

Nicht nur illegale Drogen, sondern auch Medikamente können zu Abhängigkeiten führen. Besonders problematisch ist, dass viele Betroffene ihr Konsumverhalten nicht als kritisch wahrnehmen, weil die Medikamente ärztlich verschrieben wurden.

Besonders suchterzeugende Medikamente:

  • Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine, Z-Drugs): Verlangsamte Reaktion, Konzentrationsprobleme, hohes Abhängigkeitspotenzial.
  • Stimulanzien (z. B. Ritalin, Modafinil): Kurzfristige Leistungssteigerung, aber mit hohem Risiko für Erschöpfung und Überforderung.
  • Schmerzmittel (Opiate, Tramadol): Abhängigkeitspotenzial, erhöhte Müdigkeit, verlangsamte Reaktionen.

4. Verhaltenssüchte – Wenn nicht die Substanz, sondern das Verhalten süchtig macht

Nicht jede Sucht ist an eine Substanz gebunden. Auch bestimmte Verhaltensweisen können süchtig machen und die Arbeitsleistung beeinträchtigen.

Beispiele für Verhaltenssüchte:

  • Pathologisches Glücksspiel: Kontrollverlust über Geldeinsätze, finanzielle Probleme, Vernachlässigung der Arbeit.
  • Internetsucht: Exzessive Nutzung digitaler Medien, Konzentrationsprobleme, soziale Isolation.
  • Arbeitssucht: Übermäßige Fixierung auf den Job, Vernachlässigung der Gesundheit und des sozialen Umfelds.

Da diese Suchtformen keine direkten körperlichen Entzugserscheinungen verursachen, werden sie oft lange nicht erkannt. Dennoch können sie gravierende Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und das private Leben haben.


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Tipp: Unser Kurs vermittelt detaillierte Einblicke in die Auswirkungen verschiedener Suchtmittel und zeigt, wie Unternehmen vorbeugen können.

 

5. Erkennen von Suchtproblemen am Arbeitsplatz

📌 Frühwarnzeichen für Suchtmittelmissbrauch identifizieren
📌 Verändertes Arbeitsverhalten, Fehlzeiten und Leistungsschwankungen als Warnsignale
📌 Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten durch gezielte Sensibilisierung

Suchtprobleme bleiben oft lange unbemerkt – insbesondere am Arbeitsplatz. Viele Betroffene versuchen, ihren Konsum zu verbergen, aus Angst vor beruflichen Konsequenzen oder weil sie selbst das Ausmaß ihres Problems nicht erkennen. Für Unternehmen ist es daher entscheidend, frühzeitig Warnsignale zu erkennen und angemessen zu reagieren, um Gefahren für die betroffenen Personen, Kolleg:innen und den Betrieb zu minimieren.


Typische Frühwarnzeichen für Suchtmittelmissbrauch

1️⃣ Veränderungen im Arbeitsverhalten:

  • Häufige Unpünktlichkeit oder vermehrte Krankmeldungen, insbesondere nach Wochenenden oder Feiertagen.
  • Leistungsschwankungen, Konzentrationsprobleme oder vermehrte Fehler in der Arbeit.
  • Verzögerte Arbeitsabläufe, Unzuverlässigkeit oder vermehrte Unfälle am Arbeitsplatz.


2️⃣
Auffälligkeiten im sozialen Verhalten:

  • Rückzug aus dem Kolleg:innenkreis, verminderte Teamfähigkeit.
  • Häufige Konflikte oder erhöhte Reizbarkeit.
  • Vermeidungsverhalten gegenüber Vorgesetzten oder bestimmten Aufgaben.


3️⃣
Körperliche und psychische Anzeichen:

  • Glasige Augen, zittrige Hände, verwaschene Sprache oder unsicherer Gang.
  • Plötzliche Vernachlässigung der persönlichen Hygiene oder deutlicher Gewichtsverlust.
  • Ständiger Griff zu „Atemerfrischern“, übermäßiger Kaugummikonsum oder häufige Toilettengänge, um Gerüche oder Konsum zu verschleiern.

Wie sollten Führungskräfte und Kolleg:innen reagieren?

Diskret beobachten, um Muster zu erkennen, ohne vorschnelle Schlüsse zu ziehen.
Auffälligkeiten dokumentieren, um eine fundierte Grundlage für ein Gespräch zu haben.
Gespräch unter vier Augen führen, um die betroffene Person in einem ruhigen Umfeld anzusprechen.
Neutral formulieren, indem konkrete Beobachtungen angesprochen werden („Mir ist aufgefallen, dass…“), anstatt direkte Anschuldigungen zu äußern.
Unterstützungsangebote machen, z. B. betriebsärztliche Beratung oder Hilfe durch interne Ansprechstellen.


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Tipp: Unser Kurs vermittelt praxisnah, wie Führungskräfte und Kolleg:innen Suchtprobleme frühzeitig erkennen und angemessen reagieren können.



6. Betriebliche Regelungen und Konsequenzen

📌 Betriebsvereinbarungen mit klaren Vorgaben zu Alkohol- und Drogenkonsum
📌 Arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Verstößen gegen die Regelungen
📌 Schutz der betrieblichen Sicherheit durch eine Null-Toleranz-Strategie

Ein Unternehmen ohne klare Regeln zum Umgang mit Suchtmitteln setzt sich und seine Mitarbeitenden erheblichen Risiken aus. Um dies zu vermeiden, sollten Unternehmen präventive Maßnahmen ergreifen und verbindliche betriebliche Regelungen aufstellen, die allen Mitarbeitenden bekannt sind.


Wichtige Inhalte einer Betriebsvereinbarung zu Suchtmitteln:

1️⃣ Geltungsbereich:

  • Welche Abteilungen oder Berufsgruppen sind besonders betroffen?
  • Gibt es Unterschiede zwischen Tätigkeiten mit und ohne Sicherheitsrelevanz?


2️⃣
Klare Verbote:

  • Generelles Verbot von Alkohol und Drogen am Arbeitsplatz – insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen.
  • Regelungen für betriebliche Veranstaltungen, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird.
  • Maßnahmen bei Verdachtsfällen, z. B. betriebsärztliche Untersuchungen oder Drogentests.


3️⃣
Arbeitsrechtliche Konsequenzen bei Verstößen:

  • Verwarnung oder Abmahnung bei erstmaligem Fehlverhalten.
  • Versetzung oder Entzug sicherheitskritischer Aufgaben, wenn eine Gefährdung besteht.
  • Fristlose Kündigung, wenn wiederholt gegen Regeln verstoßen wird oder eine akute Gefährdung nachweisbar ist.


4️⃣
Interventionsstrategie für Vorgesetzte:

  • Wie sollen Führungskräfte reagieren, wenn sie Verdacht schöpfen?
  • Wann darf oder muss ein Mitarbeitender von der Arbeit freigestellt werden?
  • Welche internen oder externen Ansprechstellen können hinzugezogen werden?

Warum sind klare betriebliche Regelungen so wichtig?

Ohne verbindliche Betriebsvereinbarungen kann es schnell zu Unsicherheiten und Konflikten kommen. Mitarbeitende könnten unklare Grenzen ausnutzen, oder Führungskräfte wissen nicht, wie sie in Verdachtsfällen handeln sollen. Eine klare Regelung schützt das Unternehmen vor:

Bußgeldern und Strafen bei Verstößen gegen Arbeitsschutzvorschriften.
Haftungsansprüchen, wenn ein Unfall nachweislich durch Suchtmittel verursacht wurde.
Reputationsschäden, wenn bekannt wird, dass das Unternehmen keine klaren Regeln zum Umgang mit Suchtproblemen hat.


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Tipp: Unser Kurs zeigt Ihnen, wie Sie eine rechtssichere Betriebsvereinbarung erstellen und durchsetzen. Eine präventive und transparente Regelung schafft Sicherheit für Unternehmen und Mitarbeitende.

 

7. Präventionsmaßnahmen im Unternehmen

📌 Regelmäßige Schulungen und Sensibilisierung für alle Mitarbeitenden
📌 Betriebliche Ansprechstellen für Suchtprävention einrichten
📌 Strukturierte Interventionsmaßnahmen für Verdachtsfälle entwickeln

Suchtprävention beginnt lange bevor ein Problem sichtbar wird. Unternehmen sollten nicht erst handeln, wenn ein Vorfall eintritt, sondern bereits präventiv gegen Suchtprobleme vorgehen. Eine gut durchdachte Präventionsstrategie hilft, Risiken frühzeitig zu minimieren und das Arbeitsumfeld langfristig sicher und produktiv zu gestalten.


1. Regelmäßige Schulungen und Unterweisungen
  • Pflichtunterweisungen für alle Mitarbeitenden: Einmal jährlich sollten alle Mitarbeitenden über die Gefahren von Suchtmitteln sowie die betrieblichen Regelungen und Konsequenzen informiert werden.
  • Spezielle Schulungen für Führungskräfte: Vorgesetzte müssen darin geschult werden, Anzeichen von Suchtproblemen zu erkennen, betroffene Mitarbeitende anzusprechen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.
  • Sicherheitsrelevante Schulungen für gefährdete Berufsgruppen: Besonders in Bereichen wie Transport, Maschinenbedienung oder Baugewerbe sollten Schulungen zu Suchtprävention intensiviert werden.

2. Betriebliche Ansprechstellen für Suchtprävention
  • Betriebsärztliche Beratung: Regelmäßige Gesundheitschecks bieten die Möglichkeit, riskantes Verhalten frühzeitig zu erkennen und gezielte Unterstützung anzubieten.
  • Suchtbeauftragte im Unternehmen: Eine neutrale Vertrauensperson kann betroffenen Mitarbeitenden helfen, Unterstützung zu finden, ohne dass sie direkte arbeitsrechtliche Konsequenzen fürchten müssen.
  • Kooperation mit externen Beratungsstellen: Unternehmen können mit Fachberatungsstellen zusammenarbeiten, um anonymen und professionellen Rat für betroffene Mitarbeitende anzubieten.

3. Klare Regeln für den Umgang mit Suchtmittelkonsum am Arbeitsplatz
  • Generelles Alkoholverbot während der Arbeitszeit und klare Regelungen für betriebliche Feiern.
  • Richtlinien für Verdachtsfälle: Wenn der Verdacht auf Suchtmittelmissbrauch besteht, sollten Führungskräfte wissen, wie sie vorgehen müssen.
  • Verpflichtung zu Abstinenznachweisen bei sicherheitsrelevanten Tätigkeiten: In bestimmten Berufen kann es sinnvoll sein, stichprobenartige Tests oder Abstinenznachweise zu verlangen.

4. Frühzeitige Intervention durch ein strukturiertes Vorgehen
  • Gespräche auf Augenhöhe: Mitarbeitende, die Suchtprobleme zeigen, sollten in einem geschützten Rahmen angesprochen werden.
  • Stufenplan für Maßnahmen: Je nach Schwere des Falls kann eine gestufte Reaktion von der Verwarnung bis hin zu gezielter Unterstützung oder arbeitsrechtlichen Konsequenzen sinnvoll sein.
  • Verweise auf Hilfsangebote: Unternehmen sollten Programme oder Kooperationen mit Beratungsstellen anbieten, um Betroffenen einen Ausweg aus der Sucht zu ermöglichen.


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Tipp: Unser Kurs vermittelt bewährte Methoden zur Prävention, sodass Unternehmen langfristig von einem gesünderen und produktiveren Arbeitsumfeld profitieren.

 

8. Maßnahmen im Akutfall: Richtiges Vorgehen bei Verdachtsfällen

📌 Sofortige Einschätzung der Situation und Gesprächsführung mit Betroffenen
📌 Arbeitsrechtliche Konsequenzen und mögliche Freistellungen
📌 Einbindung betrieblicher oder externer Hilfsangebote

Es kann immer vorkommen, dass eine Person offensichtlich unter dem Einfluss von Suchtmitteln steht – sei es durch Alkoholkonsum während der Arbeitszeit oder die Einnahme illegaler Substanzen. In einem solchen Fall müssen Arbeitgeber und Führungskräfte sofort, aber besonnen handeln, um Gefahren für die betroffene Person und das gesamte Unternehmen zu minimieren.


1. Sofortmaßnahmen für Führungskräfte

1️⃣ Situation ruhig einschätzen:

  • Besteht eine akute Gefährdung für den Mitarbeitenden oder andere Personen?
  • Sind körperliche Anzeichen wie Gleichgewichtsstörungen, verwaschene Sprache oder auffälliges Verhalten erkennbar?
  • Liegt ein Arbeitsunfall oder Beinahe-Unfall vor?


2️⃣
Direkte Ansprache der betroffenen Person:

  • Das Gespräch sollte unter vier Augen und ohne Konfrontation stattfinden.
  • Keine direkten Anschuldigungen, sondern neutrale Beobachtungen schildern („Mir ist aufgefallen, dass Sie heute unkonzentriert wirken…“).
  • Klären, ob eine medizinische Ursache hinter dem Verhalten steckt.


3️⃣
Unmittelbare Maßnahmen zur Sicherstellung der Sicherheit:

  • Arbeit unterbrechen: Falls der Verdacht besteht, dass der Mitarbeitende nicht arbeitsfähig ist, muss er von sicherheitskritischen Tätigkeiten entbunden werden.
  • Betriebsärztliche Untersuchung: Falls ein medizinischer Zusammenhang möglich ist, kann eine betriebsärztliche Einschätzung notwendig sein.
  • Sicherstellung eines sicheren Heimwegs: Falls ein Mitarbeitender arbeitsunfähig ist, darf er keinesfalls ein Firmenfahrzeug oder seinen eigenen Wagen nutzen. Stattdessen sollte eine sichere Heimfahrt organisiert werden.

2. Eskalationsstufen bei wiederholtem Verdacht oder bestätigtem Verstoß

Falls der Konsum von Suchtmitteln während der Arbeitszeit nachgewiesen wird oder sich das Verhalten des Mitarbeitenden wiederholt, sollte das Unternehmen nach einem klar definierten Eskalationsplan handeln:

🔹 Erstes Gespräch – Sensibilisierung & Verwarnung:

  • Neutral geführtes Gespräch mit Hinweis auf Auffälligkeiten.
  • Klärung, ob Unterstützung oder betriebliche Hilfsangebote in Anspruch genommen werden möchten.


🔹
Zweite Eskalationsstufe – Schriftliche Verwarnung & betriebsärztliche Empfehlung:

  • Falls sich das Verhalten wiederholt, erfolgt eine offizielle Verwarnung.
  • Verpflichtende Konsultation der Betriebsärztin oder des Suchtbeauftragten.


🔹
Dritte Eskalationsstufe – Letzte Abmahnung oder Kündigung:

  • Falls sich keine Besserung einstellt oder eine direkte Gefährdung besteht, kann eine Abmahnung oder Kündigung notwendig sein.

3. Rechtliche Verantwortung des Unternehmens im Akutfall

Unternehmen haben nicht nur eine Fürsorgepflicht für alle Mitarbeitenden, sondern müssen auch sicherstellen, dass sie gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen:
Keine Duldung von Alkohol- oder Drogenkonsum am Arbeitsplatz – dies kann rechtliche Folgen nach sich ziehen.
Meldung bei Arbeitsunfällen, falls Alkohol oder Drogen im Spiel waren.
Schutz des Unternehmens durch einheitliche und faire Interventionsrichtlinien, um rechtlichen Risiken vorzubeugen.


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Tipp: Unser Kurs zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie in Akutfällen richtig handeln und betroffene Mitarbeitende professionell betreuen, ohne rechtliche Risiken einzugehen.

 

9. Wiedereingliederung und Unterstützung für Betroffene

📌 Sucht ist eine Krankheit – Unternehmen sollten Unterstützung statt Ausgrenzung bieten
📌 Ein gut geplanter Wiedereingliederungsprozess ermöglicht einen erfolgreichen Neustart
📌 Arbeitgeber profitieren von motivierten Mitarbeitenden, die wieder leistungsfähig sind

Sucht ist eine chronische Erkrankung, die nicht nur das private, sondern auch das berufliche Leben stark beeinträchtigen kann. Ein Unternehmen, das sich aktiv mit der Thematik auseinandersetzt, kann seinen betroffenen Mitarbeitenden helfen, wieder in ein geregeltes Arbeitsleben zurückzufinden – und gleichzeitig langfristig die Sicherheit und Produktivität im Betrieb erhalten.

Viele Menschen, die eine Suchttherapie durchlaufen haben, sind hochmotiviert, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Eine strukturierte Wiedereingliederung erleichtert diesen Prozess und reduziert das Risiko eines Rückfalls.


1. Warum ist Wiedereingliederung wichtig?
  • Erhalt wertvoller Fachkräfte: Mitarbeitende, die erfolgreich eine Therapie absolviert haben, können weiterhin ihre Fähigkeiten im Unternehmen einbringen.
  • Förderung eines positiven Betriebsklimas: Ein offenes und unterstützendes Arbeitsumfeld zeigt soziale Verantwortung.
  • Reduzierung von Rückfällen: Durch betriebliche Unterstützung werden Betroffene in ihrem Wiedereinstieg gestärkt.

2. Wie sieht ein Wiedereingliederungsplan aus?

1️⃣ Gespräch vor der Rückkehr

  • Klärung, wann und wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz stattfinden kann.
  • Einbindung der Personalabteilung und ggf. des Betriebsarztes oder Suchtberaters.


2️⃣
Anpassung der Arbeitsbedingungen

  • Falls erforderlich, zunächst reduzierte Arbeitszeiten oder leichtere Aufgaben.
  • Sicherstellen, dass der betroffene Mitarbeitende nicht sofort überfordert wird.


3️⃣
Unterstützung durch Führungskräfte und Kolleg:innen

  • Sensibilisierung des Teams für einen respektvollen Umgang.
  • Klärung von Unsicherheiten und möglichen Vorurteilen, um eine diskriminierungsfreie Rückkehr zu ermöglichen.


4️⃣
Langfristige Begleitung und Monitoring

  • Regelmäßige Gespräche zwischen Mitarbeitendem und Führungskraft.
  • Falls nötig, weitere Beratungsmöglichkeiten oder externe Hilfsangebote vermitteln.

3. Wie können Unternehmen die Rückkehr erleichtern?

Vertrauliche Gespräche anbieten – Betroffene sollten sich nicht stigmatisiert fühlen.
Betriebliche Hilfsangebote bereitstellen – Zugang zu Suchtberatern oder Betriebsärzten.
Keine Stigmatisierung – Rückkehrende Mitarbeitende sollten nicht als „gebrandmarkt“ gelten.
Klare, aber faire Erwartungen setzen – Arbeits- und Sicherheitsregeln gelten weiterhin, aber ohne übermäßigen Druck.


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Tipp: Unser Kurs vermittelt bewährte Strategien für eine erfolgreiche Wiedereingliederung und hilft Unternehmen, ihre soziale Verantwortung zu erfüllen.

 

Mit unserem Kurs auf der sicheren Seite

Suchtprävention ist kein Randthema – sie betrifft jedes Unternehmen, unabhängig von Branche oder Größe. Mit unserem hochwertigen Online-Kurs „Suchtmittel und Prävention“ erhalten Sie eine effiziente, praxisnahe Schulung, die Ihre Mitarbeitenden sensibilisiert und Ihr Unternehmen vor rechtlichen und sicherheitsrelevanten Risiken schützt.

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